Orageuse Trench Londres • Sommermantel

Trench Londres

Inhalt

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Trench Londres

Ein Trenchcoat für Sommer und Herbst

Moin ihr Lieben! Erinnert ihr euch an meinen Sonntagsschnack zu Jacken für den Sommer? Das war mein Startschuss, endlich ein Projekt anzufangen, das schon länger darauf wartete, angegangen zu werden:

Ein Trenchcoat steht schon eine halbe Ewigkeit auf meiner List, aber ich dachte bisher immer, dass ich im Frühjahr oder Herbst mein Trenchcoat-Debüt feiern würde. Aber locker fallende Coats können auf im Sommer toll aussehen und müssen nicht herbstlich warm sein.

Wenn ich sowas im Sonntagsschnack schreibe, dann gilt das nicht nur als Inspiration für euch, sondern ebenso für mich. Ja, dachte ich mir, du hast Recht, ein Sommercoat ist genau das, was ich jetzt will! Hinzu kam außerdem, dass ein Trench auf meiner 2018makenine-Liste steht und da wir bereits die Hälfte des Jahres rumhaben, wird es Zeit meine Liste mal weiter abzuarbeiten.

Trench Londres

Der Schnitt

Zur Diskussion stand dann nur noch das Schnittmuster. Jack von Ready to Sew und Ulysses von Victory Patterns waren lange im Rennen. Jack war mir jedoch etwas zu herbstlich. Neben Ulysses kam mir dann der Trench Londres von Orageuse in den Sinn. Beide Jacken sind eher etwas leichter und daher gut für mein Sommerprojekt geeignet. Die Schnitte unterscheiden sich in einzelnen Details wie Kragen, Rücken oder Bindegürtel – Londres überzeugte mich schlussendlich dann, da ich diese Jacke eher nochmal aus anderen Stoffen für den Herbst oder Winter nähen würde.

Trench Londres

Das Material

Für eine Sommerjacke braucht man auch einen leichten sommerlichen Stoff. Bei stoffe.de* wurde ich bei diesem Viskosestoff im Leinenlook* fündig. Ich hatte zunächst überlegt einen Crepe Satin zu verwenden, da diese Stoffe wahnsinnig schön und fließend fallen. Etwas schöner fühlt sich meiner Meinung nach aber die Viskose auf der Haut an. Viskose knittert allerdings auch deutlich stärker, was ich mir tatsächlich auch zwei Mal überlegt habe. Jedoch ist mir da das Hautgefühl wichtiger, als wenn ich noch ein paar Mal mehr bügeln muss. 😉

Trench Londres

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Vorbereitung und Nähen

Der Trench Londres kann mit oder ohne Futter genäht werden. Für das Futter gibt es ein zusätzliches Schnittmuster von Orageuse, mit dem die Jacke gefüttert werden kann.
Vor jedem Projekt schaue ich mir den Schnitt bei anderen Bloggern oder bei Instagram an, um im Vorfeld noch ein paar Infos zum Schnittmuster oder zum Nähen zu bekommen. Dabei stieß ich auf die Review von House of Pinheiro. Sie erwähnte, dass die Jacke innen aufgrund fehlender Versäuberung „really messy“ aussieht. Das verunsicherte mich etwas, da ich gerade bei Jacken ein schönes Innenleben besonders wichtig finde. Daher entschied ich mich zunächst, die Jacke mit einem Satinfutter zu füttern.
Lange Rede, kurzer Sinn: Am Ende wurde mein Mantel dann doch ‚futterlos‘. Die Beschreibung von House of Pinheiro kann ich im Nachhinein nicht ganz nachvollziehen, da ich die Jacke von innen sehr schön versäubert finde und es absolut nicht ‚messy‘ aussieht.

Trench Londres

Das Versäubern mit Schrägband

Dass diese Entscheidung einen Haufen Arbeit nach sich zieht, habe ich am Anfang natürlich nicht gewusst. Die Jacke wird innen fast komplett mit Schrägband versäubert. Nach Anleitung sollen es 15m(!) sein, ich habe es leider nicht nachgemessen, aber viel Schrägband war es in jedem Fall!

Die einzelnen Teile werden nach dem Zuschnitt an den markierten Seiten mit dem Schrägband eingefasst. Ich habe das Schrägband komplett selber gemacht, also aus einem Stoff zugeschnitten, gebügelt und angenäht. Einen ganzen Tag saß ich eigentlich nur am Schrägbändeln. 😉

Gesäumt habe ich zum ersten Mal mit Saumband. Nach Anleitung soll der Saum von Hand genäht werden – das war mir nach der Arbeit mit dem Schrägband dann aber doch etwas zu viel… Das Saumband hatte ich zufällig vor kurzem mal mitgenommen. Dieses legt man einfach zwischen die beiden zu versäumenden Lagen und bügelt es gut an. Fertig. Ich bin gespannt, wie gut es halten wird oder ob es sich irgendwann ablöst. Bis dahin bin ich mit der Lösung aber wirklich sehr zufrieden. Ein paar Handstiche habe ich dann aber am Saum trotzdem noch gemacht, um diesen seitlich zu schließen.

Trench Londres

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Die Details

Der Schnitt hat ein paar schöne Details, die mir gut gefallen. Die Jacke hat einen kleinen Kragen und Schulterklappen. Auch schön finde ich das Revers und die einseitige Schulterpatte (bei der ich anfangs etwas Bedenken hatte, ob mir der Look gefällt – aber völlig unbegründet, ich mag es richtig gerne!).

Trench Londres

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Mein Fazit

Für den Trench Londres sollte man etwas Zeit mitbringen, vor allem, wenn die Jacke mit Schrägband versäubert werden soll. Der Stil und der Look des Mantels überzeugen mich aber vollends, ich fühle mich wohl und denke, dass ich die Jacke vielseitig kombinieren kann.

Die Anleitung fand ich (trotz Erfahrung mit englischsprachigen Schnittmustern) nicht immer ganz einfach zu verstehen. Beim Schlitz am Rückteil habe ich bis jetzt immer noch nicht ganz verstanden, wie es genäht werden soll. Die Anleitung enthält keine Fotos, sondern nur Illustrationen. Daher sollte man sich die Anleitung vorher genau durchlesen und bei Bedarf nochmal übersetzen, damit man beim Nähen nicht aus dem Konzept kommt.

Besonders viel Spaß hat mir aber tatsächlich die intenisve und langsame Arbeit gemacht. Slow Sewing trifft es wohl auf den Punkt und ich habe mir echt viel Mühe gegeben, ordentlich zu bügeln, etwas das ich sonst gerne mal vernachlässige. 😉

Trench Londres

Größe: 38/40, ungekürzt bei Körpergröße 1,63m
Schnitt: Londres Trenchcoat – Orageuse
Stoff: Viskose Leinenlook petrol – stoffe.de*
Kleid: Mein Leini Dress – Named

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4 Antworten

  1. Liebe Fredi,

    ich muss dir mal ein Kompliment da lassen.
    Immer wenn ich auf der Suche nach einem neuen Kleidungsstück bin das ich vielleicht nähen könnte, schau ich zu allererst auf deinem Blog nach. Einige Sachen hab ich auch schon nachgenäht und bin immer sehr begeistert. Du gibst dir, neben deinem Studium und deinem Leben, immer so viel Mühe um alles was du neu entdeckt oder gemacht hast mit uns zu teilen. Und es macht so Spaß dabei sein zu können.

    Vielen Dank dafür!

    Und dieser Mantel kommt definitiv auf meine Liste in mein neues Bullet Diary 😛 Er ist wunderschön geworden!

    1. Ooooh ganz ganz viele Dank für deine lieben Worte! Das freut mich so wahnsinnig, wenn ich dich inspirieren kann – denn genau das ist mein Ziel hier auf dem Blog! 🙂
      Und natürlich auch ganz viel Spaß mit dem Bullet Diary, ich hoffe, es hilft dir beim Planen! 🙂
      Liebe Grüße, Fredi

  2. Liebe Fredi,
    der Mantel ist echt toll geworden. Kompliment für Deine Geduld mir dem Schrägband! Das ist das Einzige, was mich noch davon abhält, den Schnitt auf meine Nähliste für den Herbst zu setzen. 😉
    Schöne Grüße
    Christine

  3. Hallo Fredi,

    der Mantel ist einfach nur toll. Wow!
    Ich folge deinem Blog schon lange und ich finde deine Schnitt-, Stoff- und Farbwahl einfach inspirierend!
    Ich „fürchte“, den tollen Schnitt muss ich unbedingt nachnähen.
    Vielen Dank dafür!
    Ganz viele Grüße
    Sandra

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